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Gastein (Salzburg, Österreich)

Über 200 Kilometer präparierte Pisten gibt’s in Gastein in Salzburg, dazu kommen ewig lange Loipen für Langläufer. Gastein hat eine jahrzehntelange Geschichte als Urlaubsort, war schon die Destination der wohlhabenden Bürger und hat wegen der Kuranstalt Anfang des 20. Jahrhunderts einen prächtigen Boom erlebt.

Später war der Glanz verblasst, und die Luxushotels wurden dem langsamen Verfall übergeben. Erst seit einiger Zeit ist Gastein wieder aus diesem Dornröschenschlaf erwacht und steigt in das Tourismusgeschäft ein. Im Sommer und Herbst ist Gastein ein Urlaubsort für Wanderer und Bergsteiger, während im Winter/Frühling natürlich Skifahrer die Hauptklientel stellen. In allen Saisonen ist das Heilwasser von Bad Gastein ein Anziehungspunkt für Kurgäste.

Pulverschnee und Sonnenschein sind, das weiss man aus Ischgl und anderen Bling-Bling-Orten, nicht mehr genug für den Erfolg im Wintertourismus. Gastein tut also auch etwas in diese Richtung und setzt dabei auf spektakuläre Bauten in der alpinen Landschaft. Nach der Hängebrücke, die 140 weit über den Gletscher führt, folgt die Aussichtsplattform “Glocknerblick” – aber nur für Schwindelfreie.

Am Sektor Wellness helfen gleich zwei Thermenanlagen dem geplagten Kreuz zu Linderung: Alpentherme und Felsentherme. Die Luft im Heilstollen enthält Radon, das bei Rheuma und ähnlichen Zipperlein hilft.

Gegen die von stundenlangen Liegen im doch sehr ruhigen Heilstollen ausgehnden Gefahr der Hirnerweichung setzt Gastein Kultur: Der Jazzsommer hat ein volles Programm von bekannten und jungen Künstlern, die instrumental und vokal Wellness fürs Ohr und die grauen Zellen verbreiten.