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Mein Thailand-Urlaub im Hotel Holiday Inn auf Ko Phi Phi

Nach zwölf Urlauben auf den Malediven (Tauchurlaub auf der Nautilus One) wollten wir nun doch wieder einmal ein anderes Fernreiseziel wählen. Nach langem hin und her verwarfen wir die Idee einer Mittelmeer-Kreuzfahrt als doch zu “seniorengerecht”, stattdessen entschlossen sich meine Gattin und ich für die Insel Ko Phi Phi Island in Thailand.

Schon die Anreise alleine ist einige Zeilen wert. Ab München mit der LTU ging es direkt nach Phuket. Der erste schon nicht pünktliche Start wurde aufgrund technischer Probleme (angeblich eine fehlerhafte Anzeige im Cockpit) mit quietschenden Bremsen gleich mal abgebrochen. Nach weiteren 40 Minuten, in denen die Bremsen abkühlen mussten, wurde dann doch gestartet. So wie der Flug begann, ging es auch dann weiter: Mieses Service, keine Beinfreiheit und die Bildausfälle an den Monitoren versuchten die Flugbegleiter durch Klopfen auf dieselben zu beheben.

Bungalow-Appartements im Holiday Inn auf Ko Phi Phi (Thailand)

Wehmütig erinnere ich mich an die Flüge mit Quatar Airways nach Malé, die nicht nur wesentlich komfortabler, sondern auch noch billiger waren. Durch die Verspätung haben wir dann auch noch die Fähre nach Ko Phi Phi verpasst und so saßen wir weitere vier Stunden in Phuket fest.

Über die Fähre: Etwa 300 Personen auf drei Decks verteilt, und alles Gepäck auf einem Haufen. Das Aussteigen der ersten Gäste war natürlich wie erwartet ein einziges Chaos, welches sich erst nach knapp 40 Minuten auflöste. Aber dann endlich, nach insgesamt 25 Stunden Anreise waren wir doch am Ziel und schliefen erst einmal 15 Stunden durch.

Nun zum Holiday Inn: Eine nette kleine Bungalowanlage direkt an einem etwa 500 Meter langen Sandstrand. Wir bewohnten einen Bungalow direkt am Strand und waren auch sehr froh darüber. Die Bungalows in den hinteren Reihen sind zum Teil auf Stelzen an den Hang gebaut, stehen beinahe den ganzen Tag im Schatten und unter den Stegen auf denen man zum Strand gelangt, befindet sich stehendes bzw. sehr langsam fließendes, braungrünes Wasser. So werden dann auch gegen Sonnenuntergang die Moskitos aktiv.

Lobenswert ist der Zimmerservice: Täglich neue Hand- und Badetücher sowie neue Bettwäsche und je Person ½ Liter Trinkwasser zum Zähneputzen. Am Abend kommt der Zimmerservice ein zweites Mal, um die Betten eventuell noch mal zu machen. Am höchsten Punkt der Anlage befinden sich zwei Tennisplätze und die Sunset-Bar. Von dort hat man nicht nur bei Sonnenuntergängen eine traumhaft schöne Aussicht auf die Andamanen-See. Kurz vor Sonnenuntergang schwirren hier tausende von Libellen herum.

Sonnenuntergang am Strand von Ko Phi Phi Island (Thailand)

Der Speisesaal, bzw. das Restaurant ist sehr sauber und das Essen ist auch sehr gut: Leider buchten wir nur Übernachtung und Frühstück, denn die Preise im Restaurant sind nicht nur für thailändische Verhältnisse hoch. So bezahlt man für ein Abendessen (Buffet) ohne Getränke knapp 20 Euro je Person. Das Personal ist sehr freundlich, wirkt aber nicht besonders motiviert. So kann es schon passieren, dass man an der Bar – obwohl 4-5 Angestellte anwesend sind – eine halbe Stunde auf die Bedienung wartet. Der Strand besteht aus feinem, nicht ganz weißen Sand und wird – wenn Wind und Strömung ungünstig stehen – ununterbrochen von Treibgut und den Errungenschaften der Zivilisation heimgesucht: Leere Dosen, Tuben und Flaschen, Plastikfetzen, Damenbinden und etliches mehr werden an den Stand gespült, von den Hotelangestellten zusammengefegt, in schwarze Müllsäcke gefüllt und…? Aber das ist wohl an den Hotelstränden der ganzen Welt so.

Wer Salzwasser zum Schwimmen nicht mag, kann im eher kleinen Pool zwischen Rezeption und Restaurant baden gehen. Nahe der Rezeption gibt es noch einen kleinen aber feinen Fitnessraum, der mit Ergometer, Laufband, Hanteln und einer Kraftstation bestückt, und klimatisiert ist. Ein kleines Ärgernis sind die Ausflugsboote, sogenannte Longtails, welche mit Ohren betäubendem Lärm (die meisten besitzen keinen Auspuff) immer wieder an- und ablegen. Aufgrund des fehlenden Auspuffs und der damit verbundenen Lärmentwicklung verzichteten wir auch auf einen Ausflug, denn wer führt im Urlaub schon schweren Gehörschutz mit?

Sonnenuntergang am Strand von Ko Phi Phi Island (Thailand)

Fazit: Schöne, und bis auf die Ausflugsboote, ruhige Anlage, bei der das Preis- Leistungsverhältnis aber nicht ganz OK ist. Um dasselbe Geld bucht man sich auf einer Malediven-Tauchreise mit Vollpension und Non-Limit-Tauchen inklusive Flug mit Quatar Airways ein.

Wichtig! Insektenschutz nicht vergessen.

(Text und Fotos: Josef Pesendorfer, der sich eher mit TYPO3 herumschlägt, wenn er nicht gerade urlaubt)